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SINUS Blog

04.11.2016

Deutsche Rentenversicherung: Der Ausweg für freiberufliche Pflegekräfte

Einsatzbasierte Arbeitnehmerüberlassung | Ein Modell für freiberufliche Pflegekräfte in Zeiten versicherungsrechtlicher Herausforderungen

Deutsche Rentenversicherung: Der Ausweg für freiberufliche Pflegekräfte

 


Aktuell bangen viele freiberufliche Pflegekräfte um ihren Job, denn die Deutsche Rentenversicherung (DRV) sieht sie als Scheinselbstständige und verlangt Abgaben zur Renten- und Krankenversicherung. Die DRV vertritt die Position, wonach freiberufliche Pflegekräfte, die zeitlich begrenzt in Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen tätig sind, als abhängig Beschäftigte gelten. Die Folge ist, dass die Rentenversicherung von den Einrichtungen, die freiberufliche Pflegekräfte engagiert haben, Abgaben zurückfordert. Daraus können sich für die Einrichtung erhebliche sozialversicherungsrechtliche, arbeitsrechtliche und steuerrechtliche Folgen ergeben.

Aus Sorge vor Nachzahlungen verzichten zunehmend mehr Einrichtungen auf den Einsatz freiberuflicher Fachkräfte und gehen verstärkt dazu über, Pflegekräfte ausschließlich im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung einzusetzen. Ein neues Beschäftigungsmodell für Freiberufler in der Pflege ist daher gefragt.

Zukunftsmodell der einsatzbasierten Arbeitnehmerüberlassung

Das Modell der einsatzbasierten Arbeitnehmerüberlassung vereint die Ansprüche von freiberuflichen Pflegekräften nach Flexibilität mit dem Wunsch nach Rechtssicherheit für alle Beteiligten – für die Einrichtungen genauso wie für die betroffenen Pflegekräfte.

Das Modell im Überblick:


Für die Dauer des Einsatzes in einer Einrichtung sind die Pflegekräfte bei SINUS angestellt. SINUS führt die Steuern ab und zahlt die Sozialabgaben (z. B. KV, RV). Wir überlassen die Pflegekräfte auf der Grundlage des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) an die Einrichtung und schließen mit dieser einen Arbeitnehmerüberlassungsvertrag für einen vorher festgelegten Zeitraum.

Vorteile auf einen Blick

  • Ihr Verdienst ist weiterhin auf hohem Niveau.
  • Im Falle einer DRV-Prüfüng sind Sie – und auch die Einrichtung – rechtlich abgesichert.
  • Über den Zeitraum des Einsatzes hinaus sind Sie weiterhin selbstständig.
  • Die Auswahl an Einsätzen wird spürbar größer.

Beispielrechnung

Die nachfolgende Vergleichsrechnung gibt Ihnen einen ersten Eindruck, wie Ihr Verdienst im Rahmen der einsatzbasierten Arbeitnehmerüberlassung im Vergleich zu einer Honorartätigkeit aussehen könnte.

Beispiel: OP-Pflegefachkraft; Steuerklasse I, keine Kinder, keine Kirchensteuer, gesetzlich versichert.

 

 Einsatzbasierte
Arbeitnehmerüberlassung

Freiberufliche
Honorarkraft

Arbeitsstunden pro Monat

(á 21 Tage á 7,7 Std.)

161,70

161,70

Stundensatz brutto

30,00 € 43,00 €

Brutto

4851 € 6953 €

Monatliche Steuern
und Sozialabgaben

2009 € 3476 €

Netto

2842 € 3476 €

zzgl. Zuschüsse für Nacht und Wochenend-Dienste

(2 Dienste pro Monat)

i. d. R. keine
Nacht- oder
Wochenenddienste

i. d. R. keine
Nacht- oder
Wochenenddienste

zzgl. Verpflegungsmehraufwand bei 24. Std. Abwesenheit
von zu Hause

(24 Std. x 21 Tage)

416,00 €

i. d. R. kein
Verpflegungsmehraufwand

zzgl. Reisekosten
(1mal monatlich für An-und Abreise bei 100 km

Entfernung; 0,30 m/km)

60,00 €

i. d. R. keine Erstattung
von Reisekosten
vereinbart

Monatliches Nettogehalt

3318,00 € 3476,00€

 

Interessiert? Sie wollen mehr erfahren? Dann rufen Sie uns an oder schreiben uns eine E-Mail:



Sinus Personalmanagement GmbH
Bernadette Otto
Consultant Gesundheitswesen
Tel.: 089 / 30 90 46 4-0
E-Mail: honorarkraft@sinus-personal.de

 

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